Der Wittekindsweg
In einem neuen, siebenteiligen Projekt bin ich den Wittekindsweg abgewandert. Als Teil des Europäischen Fernwanderwegs E11 verläuft der Wittekindsweg ab Osnabrück zunächst zum westlichen Rand des Wiehengebirges, vollzieht dort einen markanten Richtungswechsel und folgt im Anschluss dem gesamten Gebirgskamm bis nach Porta-Westfalica.
Gut die erste Hälfte des Wegs verläuft durch Niedersachsen, bevor er östlich von Rödinghausen nach Nordrhein-Westfalen wechselt. Seinen Namen verdankt er der Sage Wittekinds, der als einstiger Sachsenherzog und Anhänger keltischen Glaubens ein erbitterter Gegner Karls des Großen war und Widerstand gegen die Christianisierung der Franken leistete.
Auf dem Kamm des Wiehengebirges unterwegs und durch die Flucht vor seinen Verfolgern völlig erschöpft, tat sich ihm, nachdem er in völliger Verzweiflung schließlich doch den Christengott anrief, in der Nähe des heutigen Ortes Bergkirchen ein Quell auf, der ihn vor dem Verdursten rettete. Aus Dankbarkeit konvertierte er daraufhin zum Christentum.
Auch wenn er nicht zu den prominentesten Wanderwegen zählt, ist der Wittekindsweg unter Kennern längst zum Klassiker avanciert und genießt seinen Ruf als Geheimtipp.