Der Wittekindsweg (3) Vom Hügelland zum Höhenzug

Von Ostercappeln bis Bad Essen-Wittlage



Donnerstag,
05.03.2026

Kilometer
20,9

Höhenmeter
↑ 242 / ↓ 318

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Startpunkt

Zielpunkt

Bushaltestelle "Friedenshöhe"
49179 Ostercappeln

Bushaltestelle "Wittlage Kamp"
49152 Bad Essen (Wittlage)


Die logistische Ausgestaltung meiner Wittekinds-Wanderung sollte kniffliger werden als gedacht. Zumindest, was die Planung für das Ende dieser und den Einstieg zur kommenden Etappe anging, war ein überdurchschnittliches Maß an Kreativität gefragt. 

Meine Hinreise über Osnabrück bis Ostercappeln verlief (auch Dank der dortigen Schnellbuslinie "S20") aber noch völlig unproblematisch. Und den kurzen Zuweg auf den an dieser Stelle noch harmloseren Teils des Gebirgskamms konnte ich ebenfalls zügig bewältigen. Dann ging es los. 

Bei Ostercappeln bleibt der Wittekindsweg zunächst im Einflussbereich des Ortes, da die Wohngebiete zum Teil sehr nah bis an den Kammweg herangebaut wurden. Das kommende Stück ist dann aber schon sehr schön, bevor ein für Fußgänger ziemlich unangenehmer Verkehrskreisel (und an dem gleich drei große Bundesstraßen zusammenlaufen) das Naturempfinden noch mal unterbricht.

Nach einem kurzen Stück einer Kreisstraße entlang näherte ich mich schließlich einem Eisenbahnviadukt. Gleich dahinter beginnt die erste und lang anhaltende Waldpassage, auf der man als Wanderer so richtig seine Ruhe genießt. Und das Schöne an dieser Etappe ist: gleich mehrfach gibt es diese ausgedehnten Abschnitte, auf denen man sich ungestört in Trance laufen kann. Die weiß-rote Markierung bleibt zuverlässig und die breiten Forstwege, die auch heute den Charakter des Wegs dominieren, führen fast immer geradeaus. 

Solche Verhältnisse haben durchaus ihre eigene Faszination, doch man bezahlt mit der zwangsläufig mangelnden Abwechslung an anderer Stelle auch einen Preis dafür. Hinzu kommt, dass sich auch heute wieder allenfalls nur sporadische Möglichkeiten ergaben, den Blick mal in die Ferne schweifen zu lassen. Angesichts vieler prädestinierter Anhöhen wie Schmalerberg (96 m), Stirperberg (156 m), Westerberg (157 m), Sonnenbrink (175 m) und Osterberg (180 m) waren meine Erwartungen - zumindest was Weitblicke angeht - deutlich größer gewesen. 

Am Essener Berg wandert man Rand eines Klinikgeländes vorbei. Unweit davon, wo das Gewusel wieder etwas abgenommen hatte, entschied ich mich für eine Rast und machte mich auf einer gemütlichen Bank über meine Käsestulle her. Und ich hatte nur wenige Schritte getan, als mich auch schon die nächste Waldidylle empfing und ich wieder ganz für mich alleine war. Mehr als drei Kilometer sollte das nun anhalten, bis zum Überqueren der K 408. 

Das dahinter liegende Waldstück ist dagegen nur kurz. Schon nach anderthalb Kilometern stand ich mit der K 409 bereits vor der nächsten Straße. Zugleich ist man hier aber auch in ein markantes Tal abgestiegen, das ich schon auf der Karte als geeigneten Übergangspunkt zur nächsten Etappe ausgemacht hatte. Und n
icht nur ein Blick auf das digitale Höhenrelief, sondern jetzt auch über die Straße hinweg ließ mich unzweifelhaft erkennen, dass die bisher bewältigten Erhebungen nur ein blasses Vorgeplänkel im Vergleich zu den hier einsetzenden Höhenzügen waren.

Ich spürte ein Gemisch aus Unsicherheit, Ehrfurcht und Vorfreude in mir aufsteigen. Aber erst einmal hieß es nun, den heutigen Wandertag zum Abschluss zu bringen. Vorbei war er nämlich noch nicht. Denn die Entfernung zur nächstgelegenen (oder besser gesagt: halbwegs geeigneten) Bushaltestelle sollte mit fünf Kilometern vergleichsweise beträchtlich ausfallen und mich bis in den Bad Essener Ortsteil Wittlage führen.

Zum Glück handelte es sich bei meinem Rückweg weitestgehend um kleine und angenehme Wirtschaftswege. Und die unerwartet schönen Aussichten auf das Wiehengebirge bekam ich gratis dazu.


Höhenprofil

St. Lambertus in Ostercappeln

Windthorstbrücke

Am Ortsrand von Ostercappeln

Großer Verkehrskreisel an der Leckermühle

Die erste längere Waldpassage beginnt.

Am Schmalerberg

Am Stirper Berg

Schutzhütte am Luisenblick

Am Ellerngrund

Hermannshütte

Klinikgelände am Essenerberg

Lange und gerade Hauptwege prägen die Etappe

Schierenhorsthütte

Die Kalbsiekstraße (K 409) markiert das Ende dieser Etappe.


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