Der Sieghöhenweg XS (9) Das Wahnbachtal und der Lohmarer Wald

Von Bröl bis Troisdorf



Mittwoch,
23.09.2026

Kilometer
17,0

Höhenmeter
↑ 220 / ↓ 243

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Startpunkt

Zielpunkt

Bushaltestelle "Bröl Kirche"
53773 Hennef (Sieg)

Bushaltestelle "Aggerbrücke"
53840 Troisdorf


Nachdem die vorausgegangenen Etappen fast durchgehend von hochsommerlichem Wetter geprägt waren, kam der erste Herbsttag dieses Jahres dann auch pünktlich mit spürbar kühleren Temperaturen daher. Die Sonne blieb mir aber auch heute treu - und mit ihrem Aufgang, kaum dass ich in Bröl losgewandert war und die höhergelegenen Wiesen erreicht hatte, bot sie ein herrliches Schauspiel. 

Der kleine Höhenzug des Giersberges führt nach Happerschoß, das zu Hennef gehört und neben der Kirche "St. Remigius" auch mit einigen schönen Fachwerkhäusern aufwartet. Der Bergrücken setzt sich westlich des Ortes fort, bietet schöne Blicke auf das Siebengebirge und beginnt erst dann, ins Wahnbachtal abzufallen. 

Die anspruchsvollste Passage bildet hierbei ein Pfad, der völlig unscheinbar nach rechts vom Hauptweg abzweigt und sich steil hinunter zum Wahnbach begibt. Während man dabei auch umgestürzte Baumstämme überklettert, fallen zugleich mehrere Weg-Markierungen ins Auge, die sonst gerade hier im westlichen Teil des Fernwanderwegs vielerorts entfernt worden sind. 

Unten im Tal plätschert der idyllische Wahnbach vor sich hin - allerdings nur in dem Maße, wie es die gleichnamige Talsperre unweit von hier erlaubt. Auf der Brücke wechselt man von Hennef nach Siegburg, wo hinter einer kleinen Allee die Klosterkirche "St. Antonius" durch die Bäume lugt.

Schließlich fordert ein Hangweg den Wanderer zum letzten erwähnenswerten Anstieg heraus. Gerade zu Beginn ist der Boden recht uneben. Das gibt sich zwar auf der anderen Seite der Talsperrenstraße, aber der Anstieg selbst geht noch ein ganzes Stück weiter. 

Auch wenn die Holzhütte an der Wegkreuzung nicht den Eindruck erweckt, markiert sie dennoch einen ziemlich bedeutsamen Punkt. Denn trotz der verbleibenden 23 Kilometer bis zum Trailhead an der Siegmündung sind an dieser Stelle alle konditionell fordernden Anstiege des Sieghöhenwegs bewältigt. 

Dementsprechend beginnt die Strecke mit dem nun einsetzenden Hauptweg auch kolossal ihr Gesicht zu verändern. Gemütlich zieht sich der Weg durch den Wald, streift sonnendurchflutete Lichtungen, und die Konzentration - über weite Wegstrecken immer wieder präsent - legt sich allmählich. 

Nach zweieinhalb Kilometern sorgt die vielbefahrene B 56 vorübergehend noch mal für Anspannung. Dann biegt man in einen Friedwald ab und die Ruhe kehrt schlagartig zurück. Der Übergang in den
Lohmarer Wald geht fast unmerklich vonstatten, und seine weitläufigen und ebenfalls schnurgeraden Wege setzen den neuartigen Wandercharakter des Sieghöhenwegs fort. Gleichzeitig beginnt die Route, sich ein allerletztes Mal dezent talwärts zu neigen. Und der "Wiesenweg" lädt zu bewundernden Blicken in das Naturschutzgebiet "Gagelbestand" ein. 

Auf der "Alten Lohmarer Straße" sorgen zwei Unterführungen dafür, dass man sicher auf die andere Seite von A3 und B56 gelangt. Aber dass man den Wohngebieten von Siegburg schon recht nahe ist, lassen die folgenden Waldgebiete kaum erahnen. Der Schritt zurück in die Urbanität vollzieht sich vielmehr durch ein Gittertor, das augenscheinlich dem Zweck dient, Wildschweine vom Besuch der Siegburger Wohngebiete abzuhalten. Vielleicht hat der Initiator ja studiert, aber solange das Tor keinen Schließmechanismus hat und sich (noch viel schlimmer) nur stadteinwärts öffnet, ist zu befürchten, dass die Sache nicht viel bringt. 

Auf den letzten 500 Metern dominiert der Straßenverkehr, aber irgendwie brachte ich sie hinter mich. Immerhin kam kurz vor meiner anvisierten Bushaltestelle rechtzeitig noch die Agger ins Bild, die hier unter der Brücke die Stadtgrenze zwischen Siegburg und Troisdorf abbildet. Und auch für den Beginn der finalen Etappe ist zu erwarten, dass sie noch eine gewichtige Rolle spielt.


Höhenprofil

Morgenstimmung über Bröl

Das erste Herbstlicht des Jahres

Blick auf das Siebengebirge

Auf dem Giersberg

St. Remigius in Happerschoß

Auf dem Seligenthaler Weg

Der Weg neigt sich ins Wahnbachtal

Hier beginnt ein spannender Hangpfad abwärts

Der Wahnbach

St. Rochus-Kapelle

Klosterkirche von Seligenthal "St. Antonius"

Der letzte nennenswerte Anstieg auf dem Sieghöhenweg

Gemütlicher Waldweg östlich von Kaldauen

Nördlich der B 56 führt der Weg durch einen Friedwald

Lange und gerade Wege prägen den Lohmarer Wald

Entlang des Wiesenwegs: Das Naturschutzgebiet "Gagelbestand"

Querung der A3

In den Außenbezirken von Siegburg

Die Agger zwischen Troisdorf und Siegburg


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