Von Kornelimünster bis Haaren
Startpunkt
Zielpunkt
Parkplatz "Abteigarten"
52076 Aachen (Kornelimünster)
Bushaltestelle "Am Haarberg"
52080 Aachen (Haaren)
Dass wir uns zur Fortsetzung des Aachener Gipfelsteigs gerade einmal fünf Tage nach der ersten Etappe wieder trafen, war nicht nur dem anhaltend sommerlichen Wetter zu verdanken. Denn ein Blick in die Wanderkarte hatte schnell erkennen lassen, dass nach den teils sehr markanten Anstiegen im Aachener Wald und seinem hohen Anteil verschlungener Pfade mit der heutigen Tour ein nachhaltiger, landschaftlicher Kulissenwechsel auf uns wartete.
Den Anfang machte die Inde - kaum, dass wir in Kornelimünster begonnen hatten, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Das Frankenbüschchen überraschte dann gleich mit einem ziemlich wurzel- und felsenreichen Untergrund, und querliegende Bäume sollten uns bei weitem nicht nur auf diesem ersten Stück begegnen.
Auch wenn sich die Anzahl der Höhenmeter im Vergleich zum ersten Teil nahezu halbierten, blieb der Gipfelsteig durchaus seinem Namen treu. Hinter der Bilstermühler Straße machte der Wald einer sanft gewellten Hügellandschaft Platz, die bis an die Freunder Landstraße heranreichte. Und auf deren entgegengesetzter Seite die winzige Öffnung, die das zugewachsene Gestrüpp dem Weg dort ließ, nicht größer als ein Mauseloch wirkte.
Hindurchgeschlüpft, findet man sich im südlichen Teil des Brander Waldes wieder. Auch hier gibt es verwunschene Abschnitte - und ein gänzlich zugewachsener ebenso. Auf ihm darf man sich entscheiden, ob man seine Waden lieber den dornenbewehrten Brombeerranken (links) oder dem elektrisch geladenen Weidezaun (rechts) aussetzen will.
Die kritische Passage ist aber nur kurz. Dafür standen wir wenig später vor dem Schlagbaum, der den Bundeswehr-Übungsplatz "Aachen-Brand / Münsterbusch" zumindest während der Manöverzeiten von der Außenwelt abgrenzt. An Wochenenden dagegen kann man für gewöhnlich sicher sein, dass das Areal von der Allgemeinheit betreten werden kann. Grundsätzlich gilt aber: Weht die rote Flagge, hat man Pech gehabt.
Wissend allerdings, dass Ausnahmen stets die Regel bestätigen, hatte ich zwei Tage zuvor beim örtlichen Dienstleistungszentrum der Bundeswehr angefragt, wie es sich an diesem Tag verhielt. Und den freundlichen Bescheid zurück erhalten, dass unserer Wanderung nichts im Wege stand.
Hier im Sperrgebiet trifft man dann nicht nur die Inde wieder, sondern man stößt auch auf die Höckerlinie, die einen wesentlichen Teil des früheren Westwalls ausmacht. Doch das im Atscher Wald gleich wieder spürbar ansetzende Höhenprofil holt den Wanderer schnell in die Gegenwart zurück.
Einen seiner schwächeren Abschnitte hat der Weg dann in Sichtweite der Stolberger Verdichterstation an der A 44. Doch sowohl die nachfolgende Waldpassage als auch die beeindruckenden Fernsichten auf Aachen hinunter entschädigen schnell wieder dafür. Zumal uns der Wolfsberg zugleich eine gute Rastgelegenheit bot.
Die Ortsdurchquerung von Nirm ist noch ganz nett, aber dass man die Eilendorfer Kläranlage ist Geruchtsweite passieren muss, ist echt hart. Dann doch lieber die schweißtreibenden Stufen auf den Kahlenberg hinauf. Und wenig später (ja, noch mehr Stufen) zur Friedenskapelle hoch. Wirklich geschafft hat man die Etappe aber erst beim Erreichen des Gipfelkreuzes auf dem Haarberg.
Der letzte Kilometer bis zur Bushaltestelle ist ganz entspannt. Auf ihm empfiehlt sich noch ein Besuch des Jüdischen Friedhofs, bevor die Etappe in jenem Aachener Stadtteil ihr Ende findet.
Höhenprofil
Fitness-Level