Urban.Trail (2) "Mülheims Zeit.Reise"



Mittwoch,
02.09.2026

Kilometer
12,3

Höhenmeter
↑ 87 / ↓ 90

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Start- und Zielpunkt

Hauptbahnhof Mülheim
45468 Mülheim an der Ruhr


Mit dem Abwandern der "Urban.Trails" ausgerechnet in Hagen zu beginnen, hatte meine Erwartungen an die weiteren Wege immens wachsen lassen. Doch tief in mir schwang auch die Befürchtung mit, dass der eigentliche Ballungsraum des Ruhrgebiets im direkten Vergleich kaum eine Chance besitzt, gegen die gelungene Symbiose aus Natur und Urbanität der Hagener Runde anzukommen.

Um es kurz zu machen: Die Sorge ist unbegründet - Zumindest schon mal, was die 12 Kilometer lange Mülheimer "Zeit.Reise" betrifft. Idealer Weise beginnt die Tour ebenfalls direkt am Hauptbahnhof. Und schon auf der Kohlenstraße ist man nach wenigen Schritten überrascht, wie ruhig es in unmittelbarer Nähe des Zentrums sein kann. 

Aber das bleibt nicht so, denn der Tourainer Ring lässt den Wanderer zumindest kurzzeitig wieder das absolute Gegenteil verspüren. Doch spätestens, nachdem man seine Schritte über die Brücke der RS1-Trasse auf die westliche Ruhrseite gelenkt hat und dort in den Stadthallengarten hinabsteigt, beginnt sich der Charme dieser Runde zu offenbaren. Hinter der Kfar-Saba-Brücke erreicht man Schloss Broich, samt Skulpturengarten und dem Darlington-Park. Ein schöner Laubengang umrundet den ehemaligen Ringlokschuppen bis zur  größten und begehbaren "Camera Obscura" der Welt.

Der Weg rund um die alte Dreherei, vor allem aber das anschließende Stück an der Duisburger Straße entlang ist dagegen alles andere als attraktiv. Aber man hält es aus - und der rechts abbiegende Fossilienweg ist wieder sehr angenehm. Nach einer Weile hält man sich links und wechselt auf den "Saarner Auenweg", welcher tatsächlich bis unmittelbar an die Ruhr heranführt. 

Mit zahlreichen Richtungswechseln sucht sich der Trail dann seinen Weg durch ein Wäldchen und mehrere Sportanlagen hindurch nach Saarn. Einerseits ist dieser südlichste Stadtteil ländlich geprägt, andererseits herrschte auf der Düsseldorfer Straße dank des Marktes und der zahlreichen Geschäfte emsiges Treiben.

An der Dorfkirche biegt man links ab und erreicht auf der anderen Seite der Bundesstraße das alte Zisterzienserinnenkloster von Saarn. Der Weg führt unmittelbar durch die Anlage. Und da mein Zeitpunkt ein idealer war, kehrte ich spontan ein und ließ mir das angepriesene Klosterfrühstück schmecken. 

Von hier aus bringt der Saarner Damm den Wanderer in das Naturschutzgebiet der "Saarn-Mendener Ruhrauen" hinein. Wieder geht es unmittelbar am Wasser entlang, bevor man über das Kahlenberger Ruhrwehr zurück auf die östliche Seite findet. Hier warten kurzzeitig die einzig nennenswerten Höhenmeter. Sie führen zu einem Aussichtspunkt mit Blick bis hin zur Ruhrtalbrücke. 

Dann geht es nordwärts dem Finale entgegen. Es dauert aber etwas, bis hinter der Lembkestraße der "Catho-Wenzel-Park" erscheint und es vorübergehend noch einmal grün wird. Den Abschluss bilden die schöne, fachwerkdominierte Altstadt und das zentrale Wallviertel, bevor man wieder zum Hauptbahnhof kommt. 


Höhenprofil

Die Kohlenstraße in Mülheim

Neben dem RS1 geht es auf die andere Ruhrseite

Der Tourainer Pavillon im Stadthallengarten

Die Kfar-Saba-Brücke

Schloss Broich

Die "Camera Obscura"

Die "Alte Dreherei"

Auf dem Fossilienweg

Der Saarner Auenweg

Schöne Fachwerkhäuser in Mülheim-Saarn

Die Saarner Dorfkirche

Frühstückspause im Kloster Saarn

In den Saarn-Mendener Ruhrauen

Das Ruhrwehr Kahlenberg

Zurück auf die östliche Ruhrseite

Am "Ruhrtalblick"

Im Rosengarten des Catho-Wenzel-Parks

Abschließend geht es durch die Mülheimer Altstadt


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