Start- und Zielpunkt
Bushaltestelle "Steele-Ost S"
45276 Essen (Steele)
Nachdem sich die Tour auf dem A1 durch Steele und Freisenbruch als überraschend schön herausgestellt hatte, waren meine Erwartungen an den A2 durch das etwas südlicher gelegene Essen-Horst entsprechend groß. Und tatsächlich bewiesen die meisten der heutigen acht Kilometer ihren Charme - sofern man bereit ist, über kleine Schwachstellen hinweg zu sehen.
Im gleichen Moment, als mir - im Bus sitzend - ein letzter Blick in die Wetter-App einen wolkenlosen Himmel versprach, begann der Regen aufs Dach zu trommeln. Aber noch während sich mein Kopf an der Frage abzuarbeiten begann, was Meteorologen eigentlich beruflich machen, hörte das Plätschern wieder auf. Offenbar war es dem NRW-weit einzigen Regenwölkchen gelungen, unter dem Radar abzutauchen und sich ausgerechnet über Essen-Steele abzuschütteln.
Auch diesmal lag der Startpunkt wieder an der Bushaltestelle "Steele-Ost", von wo ein Fußgängertunnel auf den Rundweg leitet. Am Ende des Pläßweidenwegs betritt man die "Golanhöhen" - ein jetzt schon mehrfach auftauchender Begriff, wenn es in Essen um die möglichst originelle Benennung künstlicher und begrünter Kleinhalden geht.
Das intensiv leuchtende Morgenrot war wunderschön, doch dummerweise boten sich zunächst nirgendwo Kulissen für ein gelungenes Foto. Erst hinter "Tossens Büschken", einem kleinen Waldabschnitt, erwartete mich der durch das aufgehende Sonnenlicht angestrahlte Turm der "St. Josef"-Kirche.
Während sich das anschließende Wohngebiet etwas dahinzog, ging es leicht, aber kontinuierlich bergauf. Als ich dann aber vor dem geschlossenen Tor der Villa Vogelsang ankam, machte sich Enttäuschung breit. Denn ich war sicher gewesen, den Skulpturenpark besichtigen zu können.
Hinter Haus Horst beginnt der Weg dann rapide abzufallen - in Richtung Ruhr und am beeindruckenden Ruhrkämpfermahnmal vorbei. Durch einen ziemlich niedrigen Tunnel gelangt man ans Wasser und wird auf dem weiteren Weg (zumindest wenn man so früh unterwegs ist wie ich) sicherlich auf einige Angler stoßen.
Das Wasserkraftwerk "Horster Mühle" sorgt dann dafür, dass man auf kurzem Wege gleich zwei mal die Gleisseite der S3 wechseln muss. Und in Sichtweite der alten Zeche "Wohlverwahrt" führt ein Waldweg in ein weiteres Horster Wohngebiet zurück.
Die letzten zwei Kilometer sind schnell erzählt, denn hier folgt man nur noch einer verhältnismäßig eintönigen Fahrradtrasse. An den Ausgangspunkt zurückgekehrt, entschloss ich mich aber noch zu einem Abstecher in die Fußgängerzone von Steele. Denn da ich noch nicht gefrühstückt hatte, war der Gedanke an ein frisches Brötchen einfach zu verführerisch :-)
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