Start- und Zielpunkt
Schiffsanleger
Galtnesveien
8770 Træna (Norwegen)
Nach dem Festmachen der "Finnmarken" stand unserer ersten Wandertour auf Norwegischem Boden nichts mehr im Weg. Und die sollte - weitab des eigentlichen Festlands - auf der kleinen Insel Husøya vonstatten gehen.
Nur wenige Minuten, nachdem wir die Gangway verlassen hatten, empfing uns Træna - ein nochmals kleinerer, aber absolut idyllischer Ort, in den man sich rasch verlieben kann. Die Kirche, das Museum und auch das urige Aloha-Cafe versprühen durchaus ihren Charme. Aber der reicht bei weitem nicht an die Kulisse der markant-gewaltigen Berge von Sanna heran, die an der entgegengesetzten Seite des Ortes auf dem Kirkegårdsveien ins Blickfeld rücken.
Jene Erhebungen wirken zum Greifen nah, tatsächlich aber befinden sie sich auf einer Nachbarinsel. In Höhe des alten Friedhofs hat man eine beeindruckende Sicht darauf - und die Wahl: zwischen einer ebenerdigen Abkürzung zurück in den Ort, oder einer etwas längeren und höhenmeterreicheren Variante. Und die ist versehen mit einer spektakulären Felspassage.
Folgerichtig entschied sich meine Mutter (trotz ihres ferrari-roten Rollators) an dieser Stelle für eine vorzeitige Rückkehr nach Træna. Wolf und ich machten sich dagegen an den Höhenweg, der fast einen alpinartigen Charakter besaß und bis zum Ramberget hinauf führte, den wir als höchsten Punkt ausgemacht hatten. Dessen Rundumblick war angesichts der inselreichen Umgebung geradezu einmalig.
Durch einen Schotterweg ist der Abstieg zur anderen Seite wesentlich leichter zu bewältigen. Hier kamen wir an der "Petter Dass"-Kapelle vorbei, die dem bedeutendsten norwegischen Autor des 17. Jahrhunderts gewidmet ist. Dann stößt der Weg auf den Burmaveien, doch die Hauptstraße der Insel, um die es sich hierbei handelt, ist kaum breiter als ein Wirtschaftsweg.
Schließlich folgten wir noch einem Abstecher bis zum nördlichen Küstenabschnitt, wo eine Skulptur der Künstlerin Anawana Haloba die 9.000-jährige Geschichte Trænas symbolisiert. In die Ortsmitte zurückgekehrt, ließen wir unsere Runde dann im eingangs erwähnten Aloha-Cafe ausklingen. Doch an das skandinavische Preisniveau werden wir uns nie gewöhnen :-)
Höhenprofil