Essener Ortswanderweg "Steele -> Werden" (2) Südlich des Baldeneysees

Von Kupferdreh bis Werden



Dienstag,
26.05.2026

Kilometer
11,4

Höhenmeter
↑ 156 / ↓ 158

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Startpunkt

Zielpunkt

Bushaltestelle "Essen-Kupferdreh S"
45257 Essen

Bushaltestelle "Werden S-Bahnhof"
45239 Essen (Werden)


Mein spontaner Entschluss, den Wanderweg in Kupferdreh zu unterbrechen, sollte sich als goldrichtig erweisen. Und mit Blick auf den heutigen Morgen sogar im sprichwörtlichen Sinn. Denn genauso golden, wie das Licht der aufgehenden Sonne zu mir an das Hardenbergufer herüberschien und sich im Wasser des Baldeneysees spiegelte, empfand ich auch die Stimmung. 

So war mir zu Beginn meiner Tour, mit der ich heute Essens längsten Ortswanderweg zu Ende bringen wollte, immer wieder danach, innezuhalten und den Blick über den See schweifen zu lassen, wo sich eine Schwanenfamilie gerade auf Futtersuche begab. 

Nicht auszumalen, dachte ich, welch Trubel und Überfüllung bei dem hochsommerlichen Wetter hier noch am gestrigen Abend geherrscht haben muss! Doch jetzt, wo die Uhr noch nicht einmal sechs Uhr anzeige und das Pfingstwochenende vorüber war, gestaltete sich die Idylle perfekt. Und sie blieb mir auch erhalten, während die Sonne langsam in die Höhe stieg und ich auf Haus Scheppen zuwanderte. 

Kurz vor diesem touristischen Hotspot wendet sich der Weg aber vom Hardenbergufer ab und biegt nach links in den Wald. In Höhe einer alten Seilscheibe der früheren Zeche "Pörtingsiepen" stieß ich auf den Hesperbach, dessen Geplätscher mir nun für eine Weile ans Ohr drang.

An der Hammer Straße, die Kupferdreh mit Werden verbindet, kehren die Höhenmeter zurück - die ersten südlich des Sees. Dabei ziehen sie im nächsten Waldgebiet - "Volkswald" genannt - auch spürbar an. Im Gegenzug handelt es sich um einen der urigsten Abschnitte. 

Mit dem Heidhauser Platz in Sichtweite des einstigen Rathauses von Heidhausen ist der höchste Punkt erreicht. Das Wohngebiet hält aber nicht lange an, und hinter einem Heiligenhäuschen wird es schon bald wieder ländlich. Schon bald muss man richtig aufpassen, den unscheinbaren Pfad nicht zu übersehen, dessen Zugang sich links völlig unscheinbar zwischen den Bäumen versteckt - und in den der Weg abbiegt. Und ausgerechnet hier fand ich keine der sonst absolut zuverlässigen Wegmarkierungen vor.

Nach einem kurzen Gefälle begegnete ich dem kleinen Pfefferbach. Sofort wendet sich die Route aber wieder von ihm ab und nimmt in nördliche Richtung Kurs auf Werden.

Der letzte Anstieg führt auf den Pastoratsberg, dann sein überaus starkes Gefälle zur anderen Seite nach Werden hinunter. Auf dem Weg zum Bahnhof begegnet man noch einigen schönen Fachwerkhäusern - dann ist jenseits der Ruhr das Ziel des Weges erreicht.


Höhenprofil

Am Beginn des Hardenbergufers

Die alte Eisenbahnbrücke zwischen Heisungen in Kupferdreh

Ein malerischer Morgen

Goldene Stimmung am Baldeneysee

Seilscheibe der alten Zeche "Pörtingsiepen"

Haarnadelkurve der Hammer Straße bei Unterhesper

Im Heidhausener Volkswald

Das alte Rathaus von Heidhausen

Ein unscheinbarer Pfad führt wieder in den Wald

Blick vom Pastoratsberg auf Werden

Angekommen in Essen-Werden

Die Ruhr


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