Startpunkt
Zielpunkt
Bushaltestelle "Werden S-Bahnhof"
45239 Essen (Werden)
Tram-Haltestelle "Bredeney
45133 Essen (Bredeney)
Davon, dass Anna Linder den nach ihr benannten Weg jemals selber ging, ist wohl nicht auszugehen. Unabhängig davon erinnert die vier Kilometer lange Route aber an eine Frau, die von 1873 bis 1950 lebte - und der nicht nur das Ruhrgebiet sehr viel zu verdanken hat.
Nachdem Anna Linder als Delegierte des Schwedischen Roten Kreuzes und ausgebildete Ordensschwester zunächst im Ersten Weltkrieg deutschen Soldaten zur Seite stand, die in russische Kriegsgefangenschaft geraten waren, bewährte sie sich von 1923 bis 1925 auch während der französischen Besatzung im Ruhrgebiet als eine "nie versagende Stütze". So rief sie in jener von Willkür geprägten Zeit mit der "Schwedenhilfe" eine große Hilfsaktion ins Leben, die sich gegen die Not der Bevölkerung wandte und besonders den Kindern zugute kam. 1927 erhielt sie von der Universität Uppsala die Ehrendoktorwürde der Medizin.
So ist es allenfalls eine symbolische Geste, mit dem Namen dieses überaus schönen wald- und pfadreichen Wegs, dessen Route die Essener Stadtteile Werden und Bredeney verbindet, an jene Schwedische Krankenschwester zu erinnern. Während die offizielle Gehrichtung von Nord nach Süd führt, habe ich mich dagegen für die "Berg-auf"-Variante entschieden und bin in Werden gestartet.
Schon nach 800 Metern gelangte ich an einen schönen Aussichtspunkt mit einem tollen Blick über das Stauwehr des Baldeneysees hinweg. Der lässt sich übrigens ebenso beim Erwandern des Baldeneysteigs und des Kettwiger Panoramasteigs genießen.
Während sich der Pfad nun abwechslungsreich durch den Hang schlängelt, begegnete mir auch eine Gedenktafel von Anna Linder. Und obwohl der Weg meist oberhalb und in Nähe der B224 verläuft, vermögen die Verkehrsgeräusche kaum zu stören.
Kurz läuft man dann doch an der Bundesstraße entlang, um aber schon bald nach links auf den Krügerpfad abzubiegen. Der führt durch den Bredeneyer Gemeindewald, passiert dabei einen malerischen Teich und erreicht in Höhe der Goetheschule wieder bewohntes Gebiet. Wenig später endet der Weg dann an der Bredeneyer Tram-Schleife.
Höhenprofil