Startpunkt
Zielpunkt
Tram-Haltestelle "Bredeney"
45133 Essen (Bredeney)
Bushaltestelle "Annental"
45134 Essen (Rellinghausen)
Der nächste Essener Ortswanderweg, den ich mir hiermit vornahm, führte vom Bredeneyer Berg ins Annental von Rellinghausen. Und zu meiner Überraschung gab es auch die eine oder andere hochkarätige Passage, die selbst für mich, der immerhin schon 23 Jahre in der Ruhrgebiets-Metropole wohnt, tatsächlich Premieren-Status hatte.
In nur geringer Entfernung zur Tram-Haltestelle "Bredeney" erreichte ich den Kruppwald, und die Bredeneyer Straße, auf der sich unzählige Autos Stoßstange an Stoßstange in die Innenstadt quälten, blieb hinter mir zurück. Obwohl der Tag sonnig zu werden versprach, herrschte zu Beginn noch ein dezenter Frühnebel vor, der dem herrlichen Grün der Bäume zu einer geheimnisvoll-mythischen Stimmung verhalf.
Für eine innerstädtische Route besitzt der Weg ein bemerkenswert intensives Höhenprofil. Zunächst geht es aber rapide bergab, bis zu den Gleisen der S-Bahn-Linie 6. Ein kurzer Abstecher führt dann noch einmal vorübergehend hinauf in den Wald.
Das zweite Stück an den Schienen entlang ist etwas länger, doch der schmale Pfad lässt keine Langeweile aufkommen. An seinem Ende führt ein Fußgängertunnel auf die andere Seite der Bahnstrecke, wo sich angesichts der immer noch stockenden Errichtung einer neuen Regatta-Tribüne Ernüchterung breitmacht.
Vorübergehend folgt man nun der Freiherr-vom-Stein-Straße. Dann beginnt der Aufstieg zum Baldeneyer Berg, der im weiteren Verlauf spürbar an Intensität gewinnt. Auf dem Scheitel traf ich auf das orangefarbene Logo des "Bergischen Wegs", und grandiose Erinnerungen wurden in mir wach. Der Fernwanderweg begleitet dann bis kurz vor die Ruine der "Neuen Isenburg", zu der sich immer ein Abstecher lohnt.
Bei der späteren Querung der vierspurigen Heisinger Straße ist angesichts eines fehlenden Überwegs erhöhte Vorsicht geboten. Vorsicht - allerdings in anderer Form - gilt dann auch für den "Schwarze-Lenen-Weg". Hier war es dann ein penetranter Maggi-Geruch, der mir in die Nase stieg und auf die unmittelbare Anwesenheit von Wildschweinen hindeutete. Gesehen habe ich die Tiere aber nicht.
Ein asphaltierter Abschnitt bringt den Wanderer bis kurz vor die Heisinger Straße zurück, wo die mit einem weißen Rechteck markierte Route aber rechtzeitig in den Schellenberger Wald abbiegt. Das gleichnamige Bächlein zur linken bekommt man dabei zunächst gar nicht zu sehen, so tief und markant fällt der Hang an dieser Stelle ab. Die stärkere Neigung des Wegs wird im Verlauf der nächsten zwei Kilometer aber dafür sorgen, dass man dem plätschernden Bach am Ende doch noch begegnet.
In der Talsohle trifft man schließlich nicht nur auf den Rundweg "Schellenberger Wald", auch die nahende Bundesstraße macht sich - allerdings weitaus unangenehmer - mit ihrem intensiven Verkehrslärm bemerkbar. Ein kleines, abschließendes Waldstück wartet noch, bevor der Weg direkt vor der B 227 sein scheinbar inoffizielles Ende findet. Denn obwohl er seinem Namen nach bis zum Annental führt, konnte ich an der Hauptstraße entlang bis zur gleichnamigen Bushaltestelle keine Markierungen mehr entdecken.
Höhenprofil