Der X6 (1) Speckhorn, der Grenzgraben und die Burg

Von Recklinghausen bis Marl-Sinsen



Dienstag,
14.04.2026

Kilometer
9,9

Höhenmeter
↑ 50 / ↓ 57

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Startpunkt

Zielpunkt

Hauptbahnhof Recklinghausen
45657 Recklinghausen

Bahnhof "Marl-Sinsen"
Bahnhofstraße
45770 Marl


Im Gegensatz zum X5, der ebenfalls am Recklinghauser Hauptbahnhof startet, nimmt der X6 zunächst Kurs in westliche Richtung. Und mit dem Erreichen des Stadtgartens wird der Weg nach den ersten 1200 Metern auch recht attraktiv. 

Die Verlängerung der Eduard-Pape-Straße präsentiert sich dann als eine wunderschöne Allee alter Bäume. Die Speckhorner Straße, die der X6 beim Verlassen der Stadt nimmt, tut es ihr gleich. Beides gefiel mir so gut, dass der relativ hohe Asphaltanteil, mit dem ich in aller Regel nicht so viel anfangen kann, gar nicht mehr groß ins Gewicht fiel. 

Mit der Aussicht auf den Autobahnrastplatz "Speckhorn" wechselte ich die Seite der A 43. Speckhorn ist zugleich auch der Name einer früheren Bauerschaft, die jetzt zum Recklinghauser Stadtteil "Speckhorn/Bockholt" gehört. Und schon ist man im kleinen, aber feinen Naturschutzgebiet "Grenzgraben" angelangt, das kurioserweise aber gerade einmal den unmittelbaren Uferbereich des Nieringbachs umfasst. Schnell ist das unscheinbar wirkende Gewässer überschritten. 

An herrlichen Rapsfeldern entlang führt der Weg nun zurück auf die östliche Seite der A 43. Und damit direkt in das nächste, wesentlich größere Naturschutzgebiet hinein. "Die Burg", so sein Name, ist südlich der Haard gelegen und wurde renaturiert, indem man die teils aus dem 19. Jahrhundert stammenden Entwässerungsgräben wieder verfüllt hat und das Gebiet dadurch wieder seine ursprüngliche Funktion als Schwammwald zurückgewinnen konnte.

Möglicherweise hängt damit aber auch die Aufschotterung zusammen, mit der ein Abschnitt des heutigen Weges nachträglich erhöht werden musste. Man fragt sich nur, ob ein begehbarer Steg nach dem Vorbild des Hohen Venns nicht eine schönere und vor allem naturnähere Variante gewesen wäre.

Zum Glück dauert dieser kleine Makel nicht lange an, und schon auf dem nächsten Weg, der sich "Korthauser Heide" nennt, bekommt man - wie schon auf dem X5 - den malerischen Silvertbach zu Gesicht. Hier beginnt ein wunderschöner Pfad, dem ich schon auf einer früheren Tour gefolgt bin, aber nicht Teil der heutigen Route ist. Er führt eine Weile unmittelbar an den zahlreichen Windungen des Gewässers entlang und ist ebenfalls empfehlenswert.

Der X6 nimmt sich derweil eines Hauptwanderwegs in Richtung Marl-Sinsen an. Bevor man das Ziel erreicht, kommt man aber auch hier noch in den Genuss eines kleineren Pfades, der ein früher zugängliches Gelände umgeht und auf die Gräwenkolkstraße mündet, die unmittelbar zum Bahnhof führt. 


Höhenprofil

Kriegsdenkmal am Lohtorfriedhof

Recklinghausen blüht

Im Stadtgarten

Es geht an der Eduard-Pape-Straße entlang.

Speckhorner Straße

Blick auf den Autobahnrastplatz "Speckhorn" an der A 43

Der Nieringbach im NSG "Grenzgraben"

Im Naturschutzgebiet "Die Burg"

Ein typischer Schwammwald

Der malerische Silvertbach

Pfad-Abschnitt kurz vor Marl-Sinsen


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