Der Zollvereinweg



Dienstag,
05.05.2026

Kilometer
13,0

Höhenmeter
↑ 14 / ↓ 43

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Startpunkt

Zielpunkt

U-Bahnhof "Universität Essen"
45141 Essen

Tram-Haltestelle "Revierpark Nienhausen"
45883 Gelsenkirchen


Allem voran ist es erst mal wichtig, den Zollvereinweg nicht mit dem Zollvereinsteig zu verwechseln. Denn bei der wesentlich älteren Route, um die es hier geht, handelt es sich um einen Essener Ortswanderweg des Sauerländischen Gebirgsvereins. Er startet an der Universität im Nordviertel, führt durch die Stadtteile Altenessen, Stoppenberg und Katernberg und endet in dem bereits zu Gelsenkirchen zählenden "Revierpark Nienhausen".

Dafür, dass man 13 Kilometer mitten durch die Stadt läuft, ist die Route unerwartet schön. Denn sie versteht es, unterwegs alle relevanten Grünflächen mitzunehmen. Den Anfang macht der alte Friedhof Segeroth, der in den 1990er Jahren in eine Parklandschaft überführt wurde. Die übrig gebliebenen Grabmale von einst sind aber bis in die Gegenwart geeignet, dem Areal besonders bei einem so regnerisch-grauem Wetter wie heute eine geisterhaft-mythische Stimmung zu verleihen.

Nach einem kurzen, unschöneren Abschnitt erwartet uns hinter dem Berthold-Beitz-Boulevard die Kleingartenanlage "Essen Nord", die anschließend fast nahtlos in den Spindelmannpark übergeht. Und auch er wurde ursprünglich als "Südfriedhof" für Altenessen angelegt, in den 1970er Jahren aber wieder entwidmet. 

Auf der anderen Seite der vielbefahrenen Gladbecker Straße leitet der begrünte Ellernplatz in die nächsten Schrebergärten der Kleingartenanlge "Ellernstraße" über. Sie wiederum führt bis an die Altenessener Straße, wo man angesichts des starken und zugleich unübersichtlichen Verkehrs gut beraten ist, den 50 Meter langen Umweg bis zur Fußgängerampel in Erwägung zu ziehen. 

Als nächstes steht die reizvolle Passage durch den Helenenpark an, die bis zur Twentmannstraße reicht. Bis zur Lierfeldstraße kann sich der Weg dann noch eines schmalen Grünstreifen bedienen, bevor die Wanderstimmung am Helenendamm vorübergehend auf den Nullpunkt abfällt. 

Um so wohltuender ist der Augenblick, in dem wir den Kaiser-Wilhelm-Park betreten. Es geht um den gleichnamigen Teich herum, und auch der alte Baumbestand begeistert. Dazu stehen direkt am Weg "Bergmann und Hüttenarbeiter" - als die verbliebenen Überreste des einstigen Kaiser-Wilhelm-Brunnens von 1904. 

Richtung Graitengraben wird das Parkgelände in östliche Richtung wieder verlassen. Früher geschah das durch einen schmalen Fußgängertunnel, der zu Beginn der 2020er Jahre abgerissen wurde. Seitdem ist die darüber verlaufende und bis dahin von zahlreichen Radfahrern genutzte Bahndamm-Verbindung unterbrochen.

Über den "Graitengraben" nähert man sich Katernberg. Dabei ist einer der seltenen Blicke auf die bis zu 98 Meter hohen Schornsteine der alten Kokerei Zollverein zu erhaschen - die (wie das benachbarte Zechengelände) den Welterbe-Status der UNESCO genießt. Und dass die Route nicht unmittelbar über das ehemalige Zechengelände führt, mag als Indiz dafür gelten, dass die Entstehung des Zollvereinwegs noch in die Zeit der aktiven Koksgewinnung fiel. 

Vom Katernberger Bach sind es nur wenige Minuten bis zum Katernberger Markt, wo der Wanderer vom Bergmannsdom begrüßt wird. 1901 eingeweiht, ist er bis heute das wohl prägendste kulturelle Wahrzeichen im Essener Norden.

Der Zollvereinweg folgt nun der Alten Kirchstraße. Hierbei kommt ihm zeitweise auch ein kleiner Trampelpfad zugute, bevor er kurz vor seinem Ziel die Grenze zu Gelsenkirchen-Feldmark passiert. Hier biegt er zunächst in den alten Nienhausenbusch ein und umrundet den Weiher. Dann wechselt er in den eigentlichen "Revierpark Nienhausen" und vollzieht eine letzte gemütliche Runde, bevor er in Höhe des Gesundheitszentrums sein Ende findet. 


Höhenprofil

Dann kann es ja losgehen :-)

Der alte Friedhof Segeroth

Kleingartenanlage "Essen-Nord"

Spindelmannpark

Kleingartenanlage "Ellernstraße"

Helenenpark

Kaiser-Wilhelm-Park

Graitengraben

Blick auf die Schornsteine der alten Kokerei Zollverein

Markierungszeichen des Zollvereinwegs am Katernberger Bach

Der "Bergmannsdom" in Katernberg

Der Katernberger Markt

Nienhausenbusch

Revierpark Nienhausen


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