Start- und Zielpunkt
Wanderparkplatz "Bischofssondern"
Oberhausener Straße 119
46240 Bottrop
Das kurze Zwischenhoch hatte nicht nur für eine klirrend kalte Nacht gesorgt, sondern es schuf auch die idealen Bedingungen, sich mit einer kleinen Runde die Beine zu vertreten.
Unsere Wahl fiel auf den Köllnischen Wald in Bottrop, wo wir uns vom kleinen Spechtsbach quasi die Route vorgeben ließen. Eine gute Idee, denn so wurden wir schon nach wenigen Schritten vom Hauptwanderweg auf ein schmales Pfädchen gelenkt, das wir sonst wohl gar nicht entdeckt hätten.
Die eigentliche Quelle des Spechtsbaches lässt sich kaum ausmachen, doch das Gewässer - teils plätschernd, teils zugefroren - tritt bald in Erscheinung. Der Pfad folgt ihm nun mehr oder weniger und schlängelt sich dabei durch ein von Bruchholz dominiertes Waldgebiet.
Im weiteren Verlauf dieses traumhaften Wintermärchens galt es dann, ein kleines namenloses Bächlein zu queren. Ob über das recht wackelige Kleingehölz im Wasser oder gleich mit einem beherzten Sprung auf die andere Seite, blieb uns überlassen. Wir schafften es trockenen Fußes und folgten weiter dem Pfad, auch über den deutlich breiteren "Weinbrinksweg" hinweg. Doch dann verloren wir ihn plötzlich komplett aus den Augen.
Vermutlich hatten wir versäumt, an einer bestimmten Stelle erneut den Spechtsbach zu überqueren. Stattdessen fanden wir uns im Unterholz wieder, doch weil die Richtung stimmte, versuchten wir uns nun auf dieser Seite zu dem nächsten, nur noch wenige hundert Meter entfernten Hauptweg durchzuschlagen.
Der Abenteuerfaktor stieg permanent, denn die querliegenden Bäume und das Dickicht nahmen immer mehr zu. Und mit einer weiteren Bachquerung konfrontiert zu werden, war ebenfalls nicht ausgeschlossen. Die Sorge war aber unbegründet, denn wir erreichten den Hauptweg "Am Sellbrocksberg" wie erhofft.
Der Rest unserer kleinen Runde gestaltete sich wieder völlig entspannt, und auch hier blieben wir auf überwiegend schönen Pfaden. In Höhe des Parkplatzes "Hohe Buchen" wechselten wir zurück auf die südliche Seite der L 621 und erreichten wenig später wieder den Ausgangspunkt.