Die Runde der fünf Bäche: Zwischen Grafenmühle und Schöttelheide



Sonntag,
15.02.2026

Kilometer
5,8

Höhenmeter
↑ 11 / ↓ 11

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Start- und Zielpunkt

Wanderparkplatz "Rotbach"
Alter Postweg
Bottrop


Die klirrende Kälte an diesem Morgen sorgte für den entscheidenden Vorteil, dass nicht nur der Boden hartgefroren war, sondern mit ihm auch der sonst wohl ziemlich tückische Schlamm. So ließ sich diese überaus schöne und von geheimnisvollen Pfaden geprägte Runde genießen. 

Ja, nach unserem erst kürzlichen Ausflug an den Spechtsbach hat es uns erneut nach Bottrop verschlagen. Und vom Wanderparkplatz "Rotbach" aus erreichten wir nach einem Zuweg von etwa 500 Metern gleich neben dem Grafenmühle-Teich den Wald. Dort ließ sich auf Anhieb auch der Einstieg zu unserem Pfad finden, der schon auf der Karte einen vielversprechenden Eindruck gemacht hatte und den wir (das stellten wir bei der Planung zu unserer Überraschung fest) vor 11 Jahren schon einmal gegangen waren. 

So erreichten wir erwartungsgemäß dann auch den ersten kleinen Bach. Aber es sollten gleich fünf an der Zahl sein, die uns auf diesem gerade einmal 6 Kilometer langen Rundweg begegneten. Der Vennbach - so hieß nun dieser - ließ sich mit einem beherzten Sprung überqueren. 

Der Pfad ist ein wahres Träumchen, und es dauert nicht lange, bis sich der Rotbach an seine Seite gesellt. Er geht hier aus dem Zusammenfluss von Pötteringsbach und Ebersbach hervor - und auch wenn wir ihm heute nur auf seinen ersten hundert Metern begegneten, wird er besonders im Hiesfelder Wald, wo er westlich von hier in zahlreichen Windungen die Grenze zwischen Bottrop und Oberhausen bildet, zu einem absolut malerischen Gewässer. Dort bin ich dem Rotbach übrigens auf einer früheren Tour schon einmal über einem wild-abenteuerlichen Pfad gefolgt.

Mit unserer heutigen Route orientierten wir uns nun aber zunächst weiter am Ebersbach, bis wir einen Hauptwanderweg erreichten. Dieser führte uns dann, links abbiegend, geradewegs zur Halde Schöttelheide. Die aus 32 Millionen Tonnen Abraum aus der Bergbauzeit aufgeschüttete Erhebung befindet sich zur Zeit in der Renaturierungs-Phase. Eines Tages soll auch sie für Besucher begehbar werden und die Haldenfamilie des Ruhrgebiets als weiteres Ausflugsziel bereichern. 

Umrunden kann man sie dagegen schon seit langem. So folgten wir der nördlichen Haldenseite für einen Kilometer, um dann wieder in den Wald einzutauchen. Hier hatten wir uns - als letzten im Bunde - nun auf den Schöttelbach gefreut. Der aber ist (zumindest aktuell) trocken gefallen. 

Von dem Hauptweg wechselten wir, sobald es möglich war, wieder auf einen der hübschen kleinen Pfade zurück. Eine gute Entscheidung, da er uns unter anderem auch an einem gewaltigen Wurzelteller eines umgestürzten Baumriesen vorbei führte.

Schließlich erreichten wir wieder den Punkt unserer anfänglichen Vennbach-Querung und schlossen die Runde damit ab. Nur der Rückweg zum Parkplatz lag noch vor uns, aber der war zügig bewältigt :-)


Höhenprofil

Der Vennbach

Am Rotbach

Idylle pur am Rotbach

Der Weg setzt sich am Ebersbach fort.

Der Ebersbach

Wolf sucht den Bach

Das ausgetrocknete Bett des Schöttelbachs

Der Pötteringsbach

Ein umgestürzter Baumriese


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